Grundschule Pommersfelden

 

15.06.2015

Die 4. Klassen im Schullandheim, dem CVJM-Heim in Altenstein

1. Tag

Langsam versammelte sich die ganze Schullandheimtruppe an der Schule Pommersfelden. Alle waren aufgeregt und wir konnten es gar nicht erwarten loszufahren. Als wir ankamen, suchte jeder seinen Koffer. Dann versammelten wir uns in einem Saal und Herr Krell, der Heimleiter erklärte uns die Hausordnung. Jetzt wurden alle auf die Zimmer verteilt. Wir schleppten die Koffer in die Zimmer und schon wartete die erste richtige Arbeit auf uns:
Betten überziehen. Aber wir haben ja gelernt: Zusammen schaffen wir alles. Und so klappte auch das. Nun noch das Allerwichtigste: Süßigkeiten und Kuscheltiere sachgerecht im Zimmer verteilen. Nach einer kurzen Hausbesichtigung gab‘s schon das erste Mittagessen, es war sehr lecker.

Nach dem Essen machten wir eine Wanderung zur Burgruine Altenstein. Die Führung, die Herr Krell hielt, war sehr interessant. In einem Gewölbe erzählte er uns eine spannende,gruselige Geschichte:


Ein Lehrer von Stein zu Altenstein ging in die Kneipe, weil er seinen Lohn bekommen hatte. Dort trank er Bier für Bier und vergaß die Zeit. Während er das tat, bahnte sich ein Gewitter an. Nach einiger Zeit schwang sich dieser betrunkene Mann aufs Pferd und wollte heimreiten. Er hatte zwei Möglichkeiten. Entweder ritt er den kürzeren Weg durch den Wald oder er ritt den längeren um den Wald herum. Er entschied sich für den kürzeren Weg. So ritt er durch den finsteren Wald und kam durch einen Hohlweg. Es war schon sehr dunkel. Plötzlich blieb sein Pferd stehen. "Was ist los?", dachte er. Ein Blitz erhellte die Dunkelheit. Hatte er richtig gesehen? Noch ein Blitz. Ja, er hatte richtig gesehen. Vor ihm auf dem schmalen Weg stand ein Sarg. Der Lehrer bekam Angst und erwartete nur das Schlimmste. Plötzlich öffnete sich der Sargdeckel. Eine dünne Hand streckte sich zu dem verblüfften Mann heraus und eine dunkle Stimme kam aus dem Sarg. Sie sagte: „Regnet’s noch?“ Es war der Schreinermeister, der einen Sarg zu einem „Kunden“ bringen wollte und sich vor dem Gewitter darin in Sicherheit gebracht hatte.


Nach der Führung in der Burgruine liefen wir wieder ins Schullandheim zurück. Kurz darauf teilte Herr Popp die Aufgaben zur "Altenstein-Rallye" aus und los ging`s. Da waren ganz schön schwere Fragen dabei. Aber bis zum Abendessen hatten wir es geschafft. Das Abendessen schmeckte prima. Danach gab‘s ein Fußballturnier, ein Kegelturnier und andere Spiele. Gegen 22.00 Uhr abends war dann Zimmerruhe.

 

 

2. Tag
Als wir nach dem Frühstück unser Lunchpaket gepackt hatten, brachen wir zu einer großen Wanderung zum Zeilberg auf, wo wir an einem riesigen Steinbruch einen Steinlehrpfad kennenlernen wollten. Nachdem wir uns ein paarmal (laut Herr Popp geplant!!) verlaufen hatten, kamen wir nach geschätzen 200 km völlig erschöpft und gestresst an. Da kann man verstehen, dass uns die Steine nicht mehr so sehr interessierten, vor allem, als wir den wunderbaren, schattigen Biergarten sahen. Da gab‘s kein Halten mehr. Erholt und gestärkt fuhren wir abends wieder mit dem Bus nach Altenstein zurück. Viel Zeit zum Ausruhen hatten wir aber nicht, denn wir sollten noch vor dem Abendessen die „Hausralley“ schaffen. Danach mussten wir, wie an jedem Tag, unser Tagebuch schreiben. Später machten wir noch ein Kegelturnier und andere Spiele. Manche wollten sich allein beschäftigen, einige übten schon für den morgigen bunten Abend.

3. Tag
Volles Programm. Wir fuhren nach Coburg  und besuchten dort die Veste und das Naturkundemuseum.
Zunächst erkundeten wir die Veste auf eigene Faust. Danach ging jede Klasse mit ihrem eigenen Burgführer auf Entdeckungsgang. Es gab viel zu sehen: ein altes ausgestopftes Pferd, Helme, die wir aufsetzen durften und mit denen wir zu Rittern wurden, unendliche viele Waffen in klein und groß, prächtige Kutschen, viele Waffen und Rüstungen, merkwürdige andere Schlossbesucher eine besonders kleine Rüstung für den Hofzwerg, Scherzgläser und  … Wir konnten uns gar nicht alles merken.
Unsere Klasse hielt sich besonders lange im Martin Luther Zimmer auf, weil wir aus dem Religionsunterricht einiges wussten und nun sehen konnten wie der Thesenanhefter wohl ausgesehen und gelebt hatte.
Später besuchten wir das Naturkundemuseum. Hier durfte sich jeder für eine der beiden Führungen entscheiden: Steinzeit oder Saurier. Das war sehr spannend. Danach konnten wir zu zweit mit Arbeitsaufträgen das ganze Museum erforschen. Da haben wir viel gesehen und gelernt.

Anschließend liefen wir zum Marktplatz und wir durften eine Stunde lang allein in Gruppen machen, was wir wollten: Shoppen, Eis, Bratwurst,... Als wir wieder gegen 17.00 Uhr im Heim waren, fiel der geplante Schwimmbadbesuch leider ins Wasser. Aber das war nicht so schlimm, denn viele mussten sich auf den bunten Abend vorbereiten. Der war spitze. Viele führten etwas vor: Tänze, Sketche, Witze, Spiele,… Und zum Schluss kam das Beste: Tanz bis zum Abwinken. Da drehten viele noch einmal voll auf, deswegen mussten wir die Bettruhe etwas nach hinten verschieben!!

Am Freitag stand nach dem Frühstück schon unser Bus für die Heimfahrt bereit. Wir waren alle von dieser Woche begeistert und fast alle würden sofort noch einmal ins Schullandheim fahren.

Jetzt noch einige Bilder zum "Bunten Abend"